Feierliche Einweihung des neuen Dienstgebäudes des Staatsgerichtshofes

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Staatsgerichtshof des Landes Hessen
Staatsgerichtshof des Landes Hessen

Im Beisein namhafter Vertreter aus Politik und Justiz sowie der Architekten, der Bauverantwortlichen und von Professor Stephan Balkenhol wurde heute das neue Dienstgebäude des Staatsgerichtshofes des Landes Hessen feierlich eingeweiht.
Erstmals in seiner über sechzigjährigen Geschichte steht dem hessischen Verfassungsgericht damit ein eigenes Gebäude zur Verfügung, das ganz auf seine Bedürfnisse abgestimmt ist. In dem Gebäude findet auch die Landesanwaltschaft beim Staatsgerichtshof Platz.

 

Der Präsident des Staatsgerichtshofes Dr. Günter Paul dankte in seiner Begrüßungsansprache dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, dem hessischen Finanzminister Karlheinz Weimar und allen Mitbeteiligten für die engagierte Unterstützung des Vorhabens:

 

„Auch wenn der Staatsgerichtshof als Verfassungsorgan schon seit langem auf ein 'eigenes Haus' angewiesen war, ist es in finanziell schwierigen Zeiten wie diesen doch alles andere als selbstverständlich, dass ein solches Vorhaben gelingt. Umso dankbarer bin ich, dass wir den Umbau der Gebäude in der Luisenstraße 9 und 11 für die Zwecke des Staatsgerichtshofes zu einem guten Ende gebracht haben und die neuen Dienstgebäude heute offiziell beziehen können.“

 
Stolz zeigte sich Präsident Dr. Paul auch darüber, dass es gelungen sei, das Budget, das für das Projekt zur Verfügung stand, trotz mancher unvorhersehbarer Schwierigkeiten in der Bauphase nicht zu überschreiten. Herzlich dankte der Präsident allen, die zum Gelingen des Umbaus beigetragen haben, insbesondere dem Architekten, Prof. Zvonko Turkali, und seinen Mitarbeitern. Sie haben die Gebäude wieder zu einem Schmuckstück Wiesbadens werden lassen.

 

Die Gebäude zeichnen sich durch eine gelungene Verbindung von architektonischer Treue zur denkmalgeschützten Bausubstanz, die nun wieder in ihrer ursprünglichen Schönheit sichtbar ist, und durch die Anpassung an alle Erfordernisse eines modernen Gerichtsbetriebes aus. In enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz ist bei den Fassaden die ursprüngliche Optik – auch farblich – wiederhergestellt worden.

 

Im Inneren findet sich u.a. ein Saal für die Verhandlungen des Staatsgerichtshofes, der aber z.B. auch für Veranstaltungen des benachbarten Hessischen Ministeriums der Justiz, für Integration und Europa zur Verfügung stehen soll. Die technische Ausstattung der Häuser befindet sich auf dem modernsten Stand. Den Mitgliedern des Staatsgerichtshofes und allen Mitarbeitern stehen damit insbesondere die Kommunikations- und Recherchemöglichkeiten zur Verfügung, die notwendig sind, um der verantwortungsvollen Aufgabe eines Verfassungsgerichts auch in der Zukunft gerecht zu werden.

 

Mit besonderer Freude wies Präsident Dr. Paul schließlich darauf hin, dass es gelungen sei, mit Prof. Stephan Balkenhol einen ausgesprochen namhaften zeitgenössischen Bildhauer für eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema "Justiz" zu gewinnen.

 
„Die drei von Prof. Balkenhol geschaffenen Figuren, unter anderem ein ‚Justitius’, werden“, so Dr. Paul, „in ihrer durchaus provokanten Gestalt die Besucher des neuen Gebäudes zum Nachdenken über Recht und Gerechtigkeit anregen, die zu wahren der Staatsgerichtshof in besonderer Weise verpflichtet ist.“

 
Nach Grußworten unter anderem von Herr Ministerpräsident Koch übergab der Direktor des Hessischen Baumanagements Thomas Platte symbolisch den Schlüssel für das neue Gebäude an Präsident Dr. Paul. Der Hessische Staatsgerichtshof hat damit auch offiziell sein neues Dienstgebäude übernommen.

Pressesprecher: Herr Dr. Günter Paul, Präsident des Staatsgerichtshofs